Rechtslage
Rechtslage: Ist PlayBaze in Österreich erlaubt?
Das Glücksspielgesetz (GSpG) von 1989 regelt Online-Glücksspiel in Österreich. Die Aufsicht liegt beim Bundesministerium für Finanzen (BMF). Casinospiele im Internet fallen unter ein Bundesmonopol. Die einzige gültige Konzession hält win2day, ein Angebot von Casinos Austria und den Österreichischen Lotterien. Jeder andere Anbieter arbeitet ohne österreichische Konzession.
PlayBaze gehört zu dieser zweiten Gruppe. Die Marke stützt sich auf eine Lizenz aus Curaçao und ist nach dem GSpG formal nicht erlaubt. Auf die EU-Dienstleistungsfreiheit kann sich der Anbieter nicht berufen. Der Oberste Gerichtshof und der Europäische Gerichtshof, etwa in der Rechtssache C-920/19, halten das Monopol für vereinbar mit dem EU-Recht. Der Schutz der Spieler wiegt in dieser Abwägung schwerer.
Für Spieler folgt daraus eine Besonderheit. Verträge mit Anbietern ohne Konzession sind nichtig. Wer bei einem solchen Casino Geld verliert, kann die Verluste unter Umständen gerichtlich zurückholen (§ 879 und § 1174 ABGB). Nach einer Zahlung per Sofortüberweisung fällt die Rückforderung schwerer. Nach Zahlungen mit Karte oder E-Wallet gelingt sie öfter. Tischspiele und Live-Casino bietet online legal nur win2day an, bei PlayBaze laufen sie über den Offshore-Bereich.
Gespielt werden darf erst ab 18 Jahren, die Identität wird geprüft. Beim Thema Steuern gilt: Private Gewinne aus Glücksspiel bleiben für Spieler in Österreich in der Regel einkommensteuerfrei. Eine Garantie gibt es dafür nicht, im Zweifel hilft eine steuerliche Beratung.
Dieser Abschnitt dient nur zur Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Spieler sollten vor dem Spielen die geltenden lokalen Vorschriften prüfen.